Allgemeine Geschäftsbegingungen (AGB)

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand

  1. Diese AGB gelten für alle Behandlungs- und Beratungsverträge zwischen Verena Soller, handelnd unter „Praxis für Psychotherapie (HeilprG) und Systemische Beratung" (nachfolgend „Behandlerin“), und dem Klienten bzw. Patienten.

  2. Gegenstand des Vertrages ist das Erbringen von Leistungen der Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz) oder der psychologischen Beratung.

§ 2 Art der Leistung und Eigenverantwortung

  1. In der Psychotherapie (HeilprG) erfolgt die Behandlung von Störungen mit Krankheitswert. In der psychologischen Beratung liegt der Fokus auf Prävention, persönlicher Entwicklung und Lebenshilfe außerhalb der Heilkunde.

  2. Die Teilnahme an den Sitzungen erfolgt vollkommen eigenverantwortlich. Ein Heilversprechen, eine Linderung von Symptomen oder ein garantierter Erfolg wird nicht abgegeben oder impliziert.

  3. Der Klient bzw. Patient verpflichtet sich, die Behandlerin über körperliche oder psychische Vorerkrankungen, aktuelle medizinische oder psychiatrische Behandlungen sowie die Einnahme von Medikamenten oder Substanzen vollständig und wahrheitsgemäß zu informieren.

§ 3 Vertragsschluss und Termine

  1. Ein verbindlicher Vertrag kommt durch die gegenseitige Annahme eines Behandlungs- oder Beratungsangebots (schriftlich, mündlich oder durch die aktive Inanspruchnahme der Leistung) zustande.

  2. Vereinbarte Termine sind exklusiv für den jeweiligen Patienten bzw. Klienten reserviert.

§ 4 Ausfallhonorar und Absageregelung

Die Praxis wird als reine Bestellpraxis geführt. Die vereinbarten Termine werden exklusiv für den Patienten / Klienten reserviert.

  1. Terminabsage: Sollte ein Termin nicht wahrgenommen werden können, wird um eine Absage spätestens 24 Stunden vorher gebeten.

  2. Ausfallhonorar: Bei einer kürzerfristigen Absage oder bei Nichterscheinen behält sich die Behandlerin vor, ein Ausfallhonorar in Höhe von 60,00 € gemäß § 615 BGB in Rechnung zu stellen. Dies gilt nicht, wenn der vereinbarte Termin kurzfristig anderweitig vergeben werden konnte oder vom Patienten / Klienten nachgewiesen wird, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

  3. Zahlungspflicht: Die Zahlungspflicht entfällt bei einem akuten, nachweisbaren und unabwendbaren Ereignis (z. B. plötzliche Erkrankung mit ärztlichem Attest).

§ 5 Vergütung und Rechnungsstellung

  1. Das Honorar richtet sich nach der zum Zeitpunkt der Sitzung gültigen Preisliste bzw. der individuellen vorherigen Vereinbarung.

  2. Die Kosten werden als Selbstzahlerleistung privat in Rechnung gestellt. Das Honorar ist unabhängig von einer etwaigen Erstattung durch private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen in voller Höhe fällig.

  3. Die Zahlung erfolgt nach Rechnungsstellung und ohne Abzug.

§ 6 Schweigepflicht und Datenschutz

  1. Die Behandlerin unterliegt der berufsrechtlichen Schweigepflicht für Heilpraktiker sowie den gesetzlichen Verschwiegenheits- und Dokumentationspflichten des Behandlungsvertrages gemäß § 630a ff. BGB.

  2. Die Schweigepflicht besteht nicht bei gesetzlichen Offenbarungspflichten oder überwiegenden Rechtsgütern (z. B. akute Eigen- oder Fremdgefährdung, Verhinderung schwerer Straftaten).

  3. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für Heilpraktiker für Psychotherapie vor einem Gericht kein gesetzliches Zeugnisverweigerungsrecht besteht.

  4. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt streng gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) (Details siehe Datenschutzerklärung).

§ 7 Haftung

  1. Die Behandlerin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung der Behandlerin beruhen.

  2. Für die übrigen Schäden haftet die Behandlerin nur, wenn diese auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Behandlerin beruhen.

  3. Die Haftung für die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten (Kardinalpflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf) bleibt hiervon unberührt; in diesem Fall ist die Haftung jedoch auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Eine weitergehende Haftung der Behandlerin für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.

§ 8 Schlussbestimmungen

  1. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Punkte davon unberührt.

  2. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Bild eines offenen Buches mit einer Lesebrille und einer Kaffeetasse
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Sophienstraße 5
80333 München

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